Für einen Ausbau der Kreisstraße zwischen dem Tiefenbronner Ortsteil Lehningen und dem Weil der Städter Stadtteil Hausen wollen sich die CDU-Fraktionen im Kreistag Enzkreis und Böblingen einsetzen, kündigten die Fraktionsvorsitzenden Günter Bächle und Helmut Noë an. Es herrsche Handlungsbedarf: Durch den Straßenausbau  solle ein Mehr an Verkehrssicherheit erreicht, die Hochwasserproblematik  verbessert und ein Radweg geschaffen werden.

Einem gemeinsamen Gespräch im Rathaus Hausen vorausgegangen war ein Lokaltermin an der Strecke bei knapp 30 Grad Celsius. Mit dabei die Kreisräte Martin Buhl (Weil der Stadt) sowie Wolfgang Georg Liebl (Tiefenbronn),  Michael Seiß (Friolzheim), Gerd Philipp (Neuhausen) und Christa Pfisterer (Heimsheim), zudem Bürgermeister Frank Spottek (Tiefenbronn), außerdem die CDU-Vorsitzenden von Neuhausen und Tiefenbronn, Rügen Leicht und Eleonore Grönheim. Zum Treffpunkt am Dorfplatz in Hausen kamen laut Mitteilung der Fraktionen auch interessierte Bürger.

Die Kreisstraße K4577 (auf Seite des Enzkreises) und K1061 (auf Seite des Kreises Böblingen) verbindet den Tiefenbronner Ortsteil Lehningen auf der badischen Seite mit dem Weil der Städter Stadtteil Hausen auf der württembergischen Seite. Diese Straße ist bei Lehningen bis zum Friedhof und bei Hausen seit 2015 bis zum Ortsausgang gut ausgebaut. Dazwischen befindet auf der badischen Seite ein etwa 300 langes und auf der württembergischen Seite ein zirka  400 Meter langes Teilstück, das sehr marode und sehr schmal ist, so die Kreisräte. Der Lastwagenverkehr sei auf dieser Straße verboten. Der Linienbus verkehre aber auf dieser Straße.

Auf dem nicht ausgebauten Teilstück müsse angehalten werden, um den Bus passieren zu lassen und auch zwei normale, einander entgegen kommende Fahrzeuge müssten erheblich abbremsen, um keine Gefährdungssituation entstehen zu lassen. Die Seitenstreifen seien nicht befestigt beziehungsweise gar nicht vorhanden. Die Situation für Radfahrer und Fußgänger wird als  hochgefährlich bezeichnet, ein Begleitweg wie schon vom Enzkreis geplant ist nach Angaben von Bürgermeister Spottek dringend erforderlich. Anfang der 2000er Jahre wurde das Teilstück des Enzkreises komplett neu geplant, sagte Kreisrat Philipp. Da man damals auf Böblinger Seite keine Lösung für die Engstelle an der Kirche hatte, sei dort nicht weiter geplant worden. Da es keinen Sinn machte, einen Vollausbau bis zur Grenze zu tätigen, ohne Fortführung auf Böblinger Gebiet wurden die Enzkreispläne auf Eis gelegt, so Rügen Leicht.

Der Ausbau der K4577 stehe im jährlichen Kreisstraßenplan des Enzkreises fürs Jahr 2021, so Kreisrat Liebl. Diese Jahreszahl habe man von der Kreisverwaltung Böblingen übernommen. Der Enzkreis gehe das Projekt auch früher an, wenn entsprechende Signale aus Böblingen kommen. „Wir müssen da früher ran“, so Kreisrat Martin Buhl. Nachdem der Kreis Böblingen die Engstellenproblematik in Hause gelöst und darüber hinaus noch einen erheblichen Teil der Steigungsstrecke ausgebaut habe, gebe es eine neue Situation. Im Gegensatz zum Enzkreis gebe es für die Böblinger Seite dieser Verbindungsstrecke noch keine Planung.

Ein weiteres Thema war der schlechte Zustand der Landesstraße zwischen Hausen und Heimsheim. Fraktionsvorsitzender Günter Bächle wandte sich inzwischen an den Enzkreis mit der Bitte, beim Land vorstellig zu werden.

An der Kreisgrenze