v.li.: BM Thomas Sprißler, Heiderose. Berroth, Fr. Behm, Peter Kirn (Kreisjagdverband), Siegfried H.Pöllmann (Jugend musiziert), Landrat Roland Bernhard, Brigitte Ostmeyer, Dr. Wolfgang Zinser und Erich. Aichele (Förderverein Krankenhaus Herrenberg), Willi Burger (Förderverein Krankenhaus Leonberg), Hasso Bubolz (Feuerwehrwesen), Dr.Tobias Brenner, BMaD und Fraktionsvorsitzender der CDU Fraktion im Kreistag Helmut Noë.

Gleich sieben Bürger aus dem Landkreis wurden am Mittwoch (7. Oktober) für ihr ehrenamtliches Engagement im Rahmen des Ehrenamtsempfangs geehrt. Landrat Roland Bernhard würdigte zusammen mit den Fraktionsvorsitzenden des Kreistages die engagierten Bürger in der Neuen Aula des Kaufmännischen Schulzentrums.

Dr. Wolfgang Zinser und Erich Aichele zeigten hervorragendes Engagement für das Krankenhaus Herrenberg, genauso wie Willi Burger, der den Förderverein für das Leonberger Krankenhaus ins Leben rief. Der Landrat und die Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen zeichneten ebenfalls Hasso Bubolz für seine Leistungen bei der Feuerwehr und Siegfried Pöllmann für sein Kümmern um junge Musiker im Landkreis aus. Auch würdigten sie den Einsatz von Peter Kirn als Kreisjägermeister im Kreisjägerverband und stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen den Böblinger Diakon Martin Rebmann für seine Bemühungen für Flüchtlinge im Freundeskreis Flüchtlingshilfe Böblingen.

 

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Landrat Roland Bernhard begrüßte den großen Einsatz für andere Menschen außerordentlich. „Ehrenamtliche Tätigkeiten stützen unsere Gesellschaft, ohne sie wären wir sehr viel ärmer. Das Ehrenamt hat viele Gesichter, also viele Möglichkeiten in denen jeder Bürger aktiv werden kann. Überall finden wir gelebte Selbstverantwortung – was uns besonders stolz auf diejenigen macht, die heute hier stehen“, so Bernhard.

Der Gültsteiner Unternehmer Erich Aichele hat schon seit 2003 ein offenes Ohr für die Interessen der Patienten, Ärzte und Pflegenden im Herrenberger Krankenhaus. Damals gründete er den Förderverein Krankenhaus Herrenberg e.V., bei dem er bis 2007 das Amt des Vorsitzenden übernahm. Mit seiner Hilfe stieg die Mitgliederzahl in seiner Amtszeit von 14 auf 137 an und außerdem initiierte er viele wichtige Spendenprojekte. Übernommen hat sein Amt nach 2007 Dr. Wolfgang Zinser und übt es bis heute aus. Durch ihn konnte eine Umgestaltung der Notaufnahme und die Neugestaltung des Kreissaals verwirklicht werden. Dank seiner erfolgreichen Mitgliederwerbung kann der Förderverein heute auf 523 Mitglieder blicken. „Es ist sehr wichtig, dass sich der Patient wohlfühlt und Ärzte und Pflegende Freude an ihrem Arbeitsplatz haben. Dazu haben Dr. Wolfgang Zinser und Erich Aichele einen wichtigen Teil beigetragen“, so Thomas Sprißler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.

Auch Willi Burger liegt ein Krankenhaus besonders am Herzen. Der gebürtige Rutesheimer gründete im Jahr 2000 den Förderverein des Leonberger Krankenhauses, in welchem er bis heute Vorsitzender ist. Mit seinem Verein baut er Brücken zwischen dem Krankenhaus und der Bevölkerung: Ihm und den Mitgliedern des Fördervereins ist es wichtig, neben der hervorragenden medizinischen Qualität auch für ein Geborgenheitsgefühl und menschliche Zuwendung zu sorgen. Dazu gehört beispielsweise die Verbesserung der Aufenthaltsbedingungen von Begleitpersonen durch Einrichtung spezieller Zimmer. „Willi Burger hat es geschafft, dem Förderverein ein Gesicht zu geben, das unermüdlich für das Gute steht. Frei nach seinem Motto: Gemeinsam schaffen wir’s“, weiß Helmut Noë, Fraktionsvorsitzender der CDU.

Hasso Bubolz hat sich schon besonders früh, nämlich 1968 mit 19 Jahren, für das Gemeinwohl der Gesellschaft engagiert. Er trat der Freiwilligen Feuerwehr in Sindelfingen bei Ab 1982 übernahm er das Amt des Abteilungskommandanten und zusätzlich das des stellvertretenden Stadtbrandmeisters. Seine Mühe und die freie Zeit, die er für das Wohlergehen der Gesellschaft opferte, wurde mit mehreren Ehrenauszeichnungen gewürdigt. Seit 2010 ist er Obmann die Feuerwehraltersabteilungen des Landkreises. Ab 2012 wirkt er sogar als stellvertretender Landesobmann in diesem Bereich mit. „Wir ehren heute einen Mann, der den größten Teil seines Lebens im Dienste des Nächsten zum Wohle unserer Gesellschaft gearbeitet hat“, lobt Dr. Tobias Brenner, Fraktionsvorsitzender der SPD.
Siegfried H. Pöllmann ist leidenschaftlicher Musiker und nimmt große Mühen auf sich, sein Wissen an Jugendliche weiterzugeben. Junge Nachwuchskünstler sind bei ihm schon viele Jahre gut aufgehoben, denn bereits 1986 folgte er einer Einladung der Böblinger Musik- und Kunstschule und unterrichtete als Dozent eine Violinklasse. Seit 1995 organisiert er den Jugend musiziert-Wettbewerb im Landkreis. „Ohne die Begleitung und den Zuspruch von Siegfried H. Pöllmann würden viele jungen Musiker ihre Erfolge nicht erreichen“, so Heidrun Behm (Grüne).
Erst im Alter von 50 Jahren hat Peter Kirn seine Jägerprüfung abgelegt, wurde aber schon acht Jahre später als Kreisjägermeister der Kreisjägervereinigung (KJV) Böblingen gewählt. In seinem Ehrenamt, das er von 2001 bis 2015 ausübte, war er Vertreter der Jäger im „Kreisjagdamt“. Seinen größten jagdpolitischen Erfolg hatte er mit der Aussetzung der Jagdsteuer im Kreis Böblingen gegen die Zusage der Jägerschaft, auch weiterhin Dienst für die Allgemeinheit zu erbringen wie z.B. die Beseitigung von Unfallwild. Heiderose Berroth von der FDP dankte ihm für sein Engagement und insbesondere dafür, dass er den Anstoß dazu gegeben hat, dass Jäger und Bauern sich bei uns nicht mehr gegenseitig anklagen sondern schon seit etlichen Jahren sehr gut zusammenarbeiten.
Ein brandaktuelles Thema betrifft die Arbeit des Freundeskreises Flüchtlingshilfe Böblingen. Martin Rebmann ist Gründungsmitglied, der Ansprechpartner und der Koordinator der Gruppe, die mittlerweile 160 aktive Mitglieder umfasst. Er nahm die Auszeichnung stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen im Bereich Flüchtlinge entgegen. Der Freundeskreis stellt sich im Moment der Herkulesaufgabe, Wohnungen für die Flüchtlinge zu suchen und schöpft dabei alle verfügbaren Möglichkeiten aus. Ebenfalls hat der Freundeskreis Flüchtlingshilfe Böblingen das „Café Mohajer“ auf die Beine gestellt. Ein Treffpunkt für Flüchtlinge und Deutsche mit der Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Rat zu holen. „Dank diesen Menschen können wir in Böblingen eine Willkommenskultur leben“, sagt Brigitte Ostmeyer, Fraktionsvorsitzende der Linken.
„Menschliche Wärme weiterzugeben schafft Vertrauen und Geborgenheit. Welche Früchte wir daraus ernten, haben wir am heutigen Abend gesehen. Unsere sieben Geehrten, aber auch alle weiteren Bürgerinnen und Bürger im Landkreis, die sich ehrenamtlich engagieren, leisten Großes für die Gesellschaft mit ihrer Hilfe und Weiterbildung von Menschen“, lobt Landrat Roland Bernhard. „Denn es ist nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihre Vorbildfunktion, mit welcher sie Beispiel für viele weitere Menschen sind“.

 

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v.li.: Willi Burger mit Frau, Helmut J. Noe und Landrat Roland Bernhard 

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v.li.: Ärztlicher Direktor Krankenhaus Herrenberg Dr. Michael Jugenheimer, Erich Aichele, Dr. Wolfgang Zinser, BM Thomas Sprißler 

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v.li.: Wolfgang Finkbeiner Stadtbrandmeister Sifi, Dieter Brodbeck stellv. Obmann der Altersgruppen im Landkreis, Guido Plischek Kreisbrandmeister, Markus Priesching Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband, Hasso Bubolz, Dr. Tobias Brenner Fraktionsvorsitzender SPD Kreistag, Landrat Roland Bernhard, OB Dr. Bernd Vöhringer, Helmut Trautwein Landesobmann der Altersgruppen, Bernd Holz Abteilungskommandant Darmsheim, Uwe Feiler stellv. Abt.Kdt. Darmsheim

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 v.li.: Kreisrätin Christina Almert, Herr und Frau Burger, Erster Beigeordneter der Stadt Rutesheim, Martin Killinger

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Familie Burger 

 

Fotos: Elke Groß

Gruppenfoto Laudatoren und Geehrte: Landkreis Böblingen